Tippe um zu suchen

Allgemein Schnee Sturm | Orkan Unwetter

Tief “Elli” bringt Unwetter – heftige Schneefälle und Sturm

Jannis Schneider 7. Januar 2026
Like
Like Love Haha Wow Sad Angry
311
Veröffentlicht 7. Januar 2026 - 19:56

Deutschland steht vor einer Schneelage, die uns von Donnerstag bis Samstag regional unwetterartige Neuschneemengen bringen kann. Besonders im Westen sind zudem Sturmböen zu erwarten.

Mittlerweile steht es fest: Es wird in einigen Regionen zum Schneechaos kommen. Mit dem Tief “Elli”, das international auch “Goretti” genannt wird, drohen uns verbreitet heftige Schneefälle. Bereits in den Morgenstunden des Donnerstags, 08. Januar, kommen von Südwesten her Schneefälle auf, die bis zum Abend einen Großteil der Südwesthälfte Deutschlands beanspruchen. Dabei liegt die Schneefallgrenze anfangs im Tiefland, sie steigt allerdings mit Intensivierung der Niederschläge im weiteren Verlauf von Südwesten her an, wobei sie in der Nacht zum Freitag, 09. Januar, in Baden-Württemberg, dem Saarland und in Rheinland-Pfalz mit 800 bis 1000 m am höchsten liegt (je weiter nach Nordosten desto niedriger).

Massive Schneefälle in der Nacht zum Freitag

Besonders nordöstlich einer Linie Allgäu-Münsterland ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch tiefe Lagen heftige Schneefälle erleben, da hier die Luftmasse noch kälter ist. Dabei kommen innerhalb von 12 Stunden nicht selten um 10 cm Neuschnee zusammen, zwischen Emsland und dem Harz können es sogar 15 bis 20 cm sein (Unwetter). Ebenfalls bis zu 20 cm Neuschnee fallen zudem in den zentralen und östlichen Mittelgebirgen oberhalb 600 m; unterhalb davon setzt für einige Stunden Tauwetter ein. Die rote Warnfarbe auf den Karten unten markieren das Unwetterpotential.

Sturm- bis Orkanböen

Das Tief “Elli” erreicht im Ärmelkanal Spitzenböen von etwa 140 km/h. Sein Hauptwindfeld beeinflusst in der Nacht zum Freitag und auch am Freitag selbst besonders den Westen Deutschlands. Hier sind Sturmböen um 85 km/h bis ins Tiefland zu erwarten. Bevorzugt in den Gipfellagen der Eifel kann es sogar für Orkanböen über 120 km/h reichen. Schneeverwehungen gibt es hier aufgrund des vorübergehenden Tauwetters aber kaum. Diese beschränken sich eher auf die zentralen und östlichen Mittelgebirge, sowie auf die Nordosthälfte Deutschlands, wo sie aber aufgrund der schwächeren Böen nur mäßig ausfallen.

Sinkende Schneefallgrenze sorgt verbreitet für Starkschneefälle

Mit dem Zentrum des Tiefs und einer sogenannten Mischfront (Okklusion) sinkt die Schneefallgrenze im Laufe des Freitags wieder ins Tiefland. Bei schauerartigen und teils kräftige Niederschlägen drohen dann verbreitet Schneefälle, die besonders in der Südwesthälfte Deutschlands – also in den zuvor milderen Regionen – 5 bis 15 cm Neuschnee bringen können. In den dortigen Gebirgen kann es oberhalb 400 m besonders in Staulagen 30 bis 40 cm Neuschnee geben (Unwetter), weswegen hier ganze Strecken unpassierbar sein können.

Schneelage Nacht zum 09. Januar 2026
Schneelage 09. Januar 2026 tagsüber
Like
Like Love Haha Wow Sad Angry
311
Tags: