Unwettergefahr: Orkantief bringt Schneesturm!
In die kalte Luftmasse zieht am Donnerstag ein Orkantief und sorgt mit seiner Warmfront verbreitet für heftige Schneefälle. Zusätzlich drohen teils schweren Sturmböen bis ins Tiefland.
Deutschland steht vor einer größeren Unwetterlage, die in einigen Regionen für ein Verkehrschaos sorgen könnte. Schuld daran ist ein Orkantief, dass sich am Mittwoch, 07. Januar, nordwestlich der Azoren über warmen Gewässern bildet und anschließend rasch Richtung Mitteleuropa zieht. In diesem Zeitraum intensiviert es sich schnell, sodass dessen Warmfront am Donnerstag, 08. Januar, mit starken Schneefällen auf den Westen Deutschlands trifft.
Schnee bis ins Tiefland
Während der Schnee im Westen und Südwesten Deutschlands zügig in Regen übergeht, kann es in der Nordosthälfte Deutschlands für längere Zeit bis ins Tiefland schneien. Nicht selten fallen hier 10 cm Neuschnee in 12 Stunden. Im äußersten Norden und Nordosten Deutschlands schafft es die Warmfront nicht, die Kälte komplett auszuräumen, sodass die Schneefallgrenze hier im Tiefland bleibt, während sie in den übrigen Teilen der Bundesrepublik am Freitag, 09. Januar, auf 600 bis 700 m ansteigt (die Karte unten zeigt diese Situation deutlich).
Unwetter im Norden, Nordosten und im Bergland!
Aufgrund der Tatsache, dass sich die Kälte im äußersten Norden und Nordosten Deutschlands (die genaue regionale Einteilung ist noch unsicher) sehr lange hält, schneit es hier verbreitet kräftig, sodass es trotz Tiefland zu Neuschneemengen zwischen 20 und 30 cm in weniger als 24 Stunden kommen kann. Es sind also Unwetter möglich! In den übrigen Landesteilen sinkt die Schneefallgrenze bis zur Nacht zum Samstag, 10. Januar, ebenfalls wieder in tiefere Lagen. Besonders jene Höhen, die vom kurzzeitigen Tauwetter nichts abbekommen haben (meist über 600 m) dürften in den “Genuss” erheblicher Neuschneemengen zwischen 50 und 60 cm innerhalb von nur 36 bis 48 Stunden kommen. Auch in Höhen zwischen 300 und 600 m sind anschließend aufgrund der sinkenden Schneefallgrenze höhere Neuschneemengen denkbar.
Die zweite Gefahr: Schwere Sturmböen
Da es sich um ein ausgewachsenes Orkantief handeln wird, dass über dem Ärmelkanal durchaus Böen von mehr als 120 km/h verursachen kann, frischt der Wind in Deutschland rückseitig der zu Beginn durchziehenden Warmfront in der Nacht zum Freitag verbreitet auf. Im Gegensatz zur Schneelage konzentriert sich das Sturmfeld allerdings auf die Südwesthälfte Deutschlands. Hier kann es vorübergehend schwere Sturmböen um 100 km/h bis in tiefe Lagen geben. Im dortigen Bergland drohen dementsprechend Orkanböen!


