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Tief „Nasir“ sorgt für Unwetterlage am Sonntag und Montag

Jannis Schneider 29. Juni 2019
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Am Sonntag, 30. Juni, und Montag, 1. Juli, zieht die Kaltfront des Tiefs „Nasir 2“ über Deutschland. Dabei entstehen kräftige oder auch unwetterartige Gewitter. Schwere Unwetter können lokal nicht ausgeschlossen werden.

Am Sonntag, 30. Juni, steht der heißeste Tag der Hitzewelle „Vera“ auf dem Plan. Bis zu 40 Grad sind dabei im Bereich des Möglichen. Von Nordwesten her zieht allerdings die Kaltfront des Tiefs „Nasir 2“ auf; also von dem Tief, das in den letzten Tagen unter anderem dafür zuständig war, dass es hierzulande so heiß werden konnte.

Diese Kaltfront lässt ein dichteres Wolkenband entstehen. Im Bereich frischt zudem der Wind auf, sodass es besonders in der Nordhälfte Deutschlands vorübergehend zu starken bis stürmischen Böen zwischen 50 und 70 km/h kommen kann. Im Harz sind dabei auch volle Sturmböen um 85 km/h zu erwarten. Für nennenswerte Schauer fehlt es anfangs aber an Feuchte. Dies ändert sich allerdings im Laufe des Nachmittags. Im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Hessen und im Sauerland können sich dann erste Schauer und auch Gewitter bilden. Hierbei kann es zu kleinem Hagel und zu Platzregen kommen.

An dieser Stelle verliert die Kaltfront an Verlagerungsgeschwindigkeit und bleibt deswegen nahezu stationär. Zum Abend hin ist in den oben genannten Regionen aufgrund dessen weiterhin das Potential für Gewitter gegeben. Diese breiten sich allerdings weiter Richtung Thüringen, südliches Niedersachsen und Sachsen-Anhalt aus. Unwetter sind dabei durchaus denkbar. Man muss aber erwähnen, dass die Gewitter aufgrund der nicht flächig vorhandenen Idealen „vertrocknen“ (sich auflösen) können. Im Falle eines Unwetters sind aber hohe Blitzraten, Hagel, Platzregen und Sturmböen zu erwarten.

Ab dem späten Abend des Sonntags sind dann bei steigender Feuchte deutlich mehr und auch größere Gewitter zu erwarten. In der Nacht zum Montag, 1. Juli, ist infolgedessen von der Pfalz, über Süd- und Osthessen, bis nach Unterfranken und Thüringen dann das Potential für unwetterträchtige Systeme gegeben. Sehr hohe Blitzraten, kleiner Hagel, Platzregen und schwere Sturmböen sind dabei möglich. Schwere Unwetter können in Verbindung mit einer Gewitterlinie (sehr hohe Blitzraten, Orkanböen) nicht ausgeschlossen werden.

Weitere Gewitter können am Montagmorgen von Frankreich aufziehen. Dabei liegen anfangs noch die Pfalz, Süd- und Osthessen, sowie Unterfranken und Thüringen im Gefahrenbereich. Allmählich sind aber auch Baden-Württemberg und Bayern betroffen. Dort sind im Laufe des Montagvormittags Intensivierungen zu Unwettern sehr wahrscheinlich. In den Nachmittagsstunden ist dann bevorzugt in der Südosthälfte von Bayern das Potential für schwere Unwetter (hohe Blitzraten, größerer Hagel, heftiger Platzregen und schwere Sturmböen) gegeben.

Gewitter Tief Nasir 30. Juni 2019 Nachmittag und Abend
Gewitter Tief Nasir Nacht zum 1. Juli 2019
Gewitter Tief Nasir am 1. Juli 2019
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